Dresden: Islamistischer Tatverdächtiger wegen Mordes in Untersuchungshaft

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Nach der Messerattacke in Dresden auf zwei Touristen aus Nordrhein-Westfalen ist ein Syrer als Tatverdächtiger festgenommen worden. Der 20-Jährige ist ein radikaler Islamist, bereits vorbestraft und nun wegen Mordes und versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Die Bundesanwaltschaft hat am Mittwoch die Ermittlungen übernommen. Sie geht davon aus, dass die Tat am 4. Oktober, die einer der angegriffenen Männer nicht überlebte, einen radikal-islamistischen Hintergrund hatte, wie ein Sprecher der Behörde der Deutschen Presse-Agentur in Karlsruhe sagte.

Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft in Dresden lebt der Syrer seit 2015 in Deutschland, hat eine Duldung und ist erheblich vorbestraft. Er war erst seit dem 29. September nach Verbüßung einer Jugendstrafe wieder auf freiem Fuß und stand unter Führungsaufsicht.

Motiv und Hintergründe der Bluttat waren zunächst unklar – und der Täter war entkommen. Die Polizei hatte eine Sonderkommission gebildet unter dem Namen «Schloßstraße», in Anlehnung an den Ort, wo Passanten die beiden Schwerverletzten gefunden hatten. Die 29 Beamten suchten mit Hochdruck nach Täter und Motiven. Bei der Auswertung der Spuren vom Tatort, wo auch ein Messer sichergestellt worden war, stießen sie schließlich auf den aktenkundigen Syrer. Nach einer gezielten Fahndung klickten am Dienstagabend die Handschellen – mitten in der Innenstadt und unweit des Tatorts.

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