Dr. Köhnlein über die Affenpocken-Panik: “Es ist eine mediznische Bankrotterklärung“

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Flavio von Witzleben: Die nächste Sau wird durchs Dorf getrieben: Die WHO meldet schon über 1.000 Fälle von Affenpocken weltweit und die Ständige Impfkommission (STIKO) hat bereits die Empfehlung ausgesprochen, dass sich Risikogruppen gegen den „neuartigen“ Erreger impfen lassen sollen. Für viele hört sich dies nach einer Neuauflage der letzten zwei Jahre an, obwohl derzeit noch keine Maßnahmen in Kraft getreten sind, um die Ausbreitung zu verhindern. Die WHO hat die betroffenen Staaten bereits dazu aufgefordert, „jetzt zu handeln“. Auch der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat betont, dass nun „schnell und hart“ reagiert werden müsse, um eine weitere Pandemie abzuwenden. Wie der Zufall so will, wurde bereits zu Beginn des Jahres ein Medikament zur Behandlung der Erkrankung freigegeben und auch ein Impfstoff steht schon zur Verfügung – ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Im Interview erläuterte der Internist und Buchautor Dr. Claus Köhnlein, dass von dem Erreger keine besonders hohe Gefahr für den Menschen ausgehe. Auch die nun scheinbar geplante Massenimpfung – die EU hat bereits über hunderttausend Impfdosen bestellt – lehnt Köhnlein ab. Er betont, dass hierfür keinerlei medizinische Notwendigkeit bestünde. Wie Köhnlein in Anbetracht etwaiger Panikattacken Lauterbachs die Entwicklungen im Herbst und Winter einschätzt und ob die Pocken in den 80er-Jahren tatsächlich durch eine erfolgreiche Impfkampagne ausgerottet wurden, erfahrt ihr im Interview.

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