Domino-Pleiten-Gefahr im Chemiepark: In Leuna stehen 12.000 Jobs auf dem Spiel

1987

100 Firmen, 12.000 Arbeitsplätze: In Leuna ist wegen der Energiepreis-Explosion nicht weniger als die Tradition und Existenz eines ganzen Industrie-Standortes in Gefahr.

Die Stadt in Sachsen-Anhalt ist bekannt für ihre Chemieindustrie. Im Chemiepark Leuna produzieren verschiedene Unternehmen im Verbund. Die hohen Strompreise stürzen eine ganze Stadt in die Krise: „Wir haben über den Schnitt der Betriebe am Standort aktuell Produktionseinschränkungen von ungefähr 50 Prozent“, erklärte der Geschäftsführer der Infraleuna GmbH, Christof Günther. „Wir haben eine Situation, wo die chemische Industrie nicht mehr wirtschaftlich arbeiten kann und wo wir dringend Unterstützung brauchen“, so Günther weiter. Die Firmen vor Ort sind auf Hilfe durch die Politik angewiesen, „denn es leuchtet jedem ein, dass ein defizitärer Anlagen-Betrieb nur sehr begrenzte Zeit aufrechterhalten werden kann“.

Da die Chemieunternehmen in Leuna im Verbund produzieren, kann der Produktionsausfall geschweige denn die Insolvenz nur eines Unternehmens dutzende weitere mit in den Abgrund reißen. „Wenn eine solche Entwicklung einsetzt, ist das ein Dominoeffekt, der dazu führt, dass die chemische Industrie nicht nur in Leuna, sondern im gesamten mitteldeutschen Chemiedreieck in Mitleidenschaft gezogen wird“, führt Christof Günther aus.

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