Diebstahl einer Handtasche endet mit großem Polizeieinsatz in der hannoverschen Innenstadt

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Am Sonntagabend, 16.08.2020, kam es am Volgersweg in Hannover-Mitte zu einem Diebstahl einer Handtasche. Während der Festnahme des Täters im Hauptbahnhof Hannover ist es zu Widerstandshandlungen und Beleidigungen gegenüber den Beamten gekommen. Die Polizei hat mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand alarmierte eine 14-Jährige gegen 19:50 Uhr die Polizei, als eine männliche Person ihre am Volgersweg abgestellte Handtasche klaute. Der Mann flüchtete daraufhin mit einem Rad in Richtung Hamburger Allee, wo er nach kurzer Zeit die Tasche fallen ließ. Als er erneut auf die 14-Jährige traf, flüchtete er erneut in Richtung des Hauptbahnhofes Hannover, wo der 31-Jährige auf alarmierte Polizisten der Bundespolizei traf.

Während seiner Festnahme näherten sich weitere Personen an, darunter ein 15-, 16- und 19-Jähriger. Als diese Personen einem ausgesprochenen Platzverweis nicht nachkamen, kam es neben Beleidigungen gegenüber allen eingesetzten Beamten auch zu Widerstandshandlungen während der Festnahme der drei Personen. Hierbei wurde ein Beamter der Polizeidirektion Hannover leicht verletzt. Der 15-Jährige konnte durch seine Begleiter befreit werden und flüchten.

Während der Festnahme im Hauptbahnhof versammelten sich viele Personen an der Örtlichkeit, um das Geschehen zu beobachten und zu kommentieren. Durch Beamte der Bundespolizei wurden Platzverweise im dreistelligen Bereich ausgesprochen, sodass die Maßnahmen der Polizisten ohne weitere Zwischenfälle durchgeführt werden konnten.

Bei dem 31-Jährigen, welcher zuvor die Tasche geklaut hatte, konnten im Polizeigewahrsam noch Betäubungsmittel aufgefunden werden. Zudem wurde er wenige Stunden zuvor in Gifhorn als vermisst gemeldet, da eine Eigen- und Fremdgefährdung bei ihm nicht ausgeschlossen werden konnte. Er wurde im Anschluss der polizeilichen Maßnahmen in eine Klinik gebracht.

Bei dem 16-Jährigen konnten ein Schlagstock und ein Springmesser aufgefunden werden. Er wurde im Anschluss der Maßnahmen an die Erziehungsberechtigen übergeben. Während der Festnahme am Bahnhof kam es fast zeitgleich in einem Bus am Thieleplatz zu einer Körperverletzung. Ein 68-Jähriger wies einen jüngeren Mann darauf hin, dass er keinen Mund-Nasen-Schutz trug. Daraufhin spuckte er dem Mann ins Gesicht und floh. Nach Befragungen der Zeugen stellte sich heraus, dass es sich hierbei um den 15-Jährigen handelt, welcher zuvor aus der Festnahme am Bahnhof befreit worden war.

Der 15-Jährige fiel am Montagmorgen, 17.08.2020, bei einem erneuten Polizeieinsatz an der Limmer Straße in Linden-Nord auf. Hier kam es gegen 03:15 Uhr zu einer Bedrohung mit einem Messers. Während der Fahndung konnten zwei mutmaßliche Täter, ein 15- und ein 18- Jähriger festgenommen werden. Hierbei leistete der 15-Jährige Widerstand. Durch die eingesetzten Beamten konnte der 15-Jährige sowohl als Täter zum Widerstand am Abend am Hauptbahnhof als auch als Täter zu der Körperverletzung im Bus identifiziert werden.

Er wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahme zunächst an Erziehungsberechtigte übergeben. Nachdem er die Dienststelle bereits verlassen hatte, kam er nochmal zurück, beleidigte die Beamten und zeigte sich äußerst unkooperativ und uneinsichtig. Aus dem Grund nahmen die Beamten ihn in Gewahrsam, um ihn einem Arzt vorzustellen. Auch hier beleidigte er weiterhin eingesetzte Rettungskräfte und Polizisten. Nach einer ärztlichen Begutachtung konnten keine psychischen Beeinträchtigungen festgestellt werden, sodass er entlassen wurde. /boe, ram

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