Die Feuerteufel von Moria – darunter zwei 17-Jährige, die zur Umsiedlung ausgeflogen werden sollten

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Die auf Lesbos festgenommenen vier Afghanen

Sechs Personen, die vermutlich das Empfangs- und Identifikationszentrum in Moria in Brand gesteckt haben, wurden festgenommen.  Vier der mutmaßlichen Brandstifter, 19 bis 20 Jahre alt, wurden auf Lesbos geschnappt und am Mittwochnachmittag in die Staatsanwaltschaft gebracht. Gegen sie wurde ein Verfahren wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, Brandstiftung, Beschädigung von ausländischem Eigentum, Einstellung sowie illegalem Waffenbesitz eingeleitet. Zwei weitere Personen, beide 17 Jahre, wurden in Pieria bzw. in Thessaloniki in Polizeigewahrsam genommen, es besteht der dringende Verdacht, vergangene Woche Feuer im Lager Moria gelegt zu haben. Alle sechs Personen bzw. Angeklagten sind afghanische Staatsangehörige, die im Moria-Lager lebten.

Und jetzt kommt der Hammer: Auch die beiden festgenommenen 17-Jährigen wurden am Tag nach der Brandstiftung zusammen mit 320 anderen unbegleiteten Minderjährigen auf Charterflügen nach Thessaloniki transportiert. Quelle: chiosin.gr

Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, sollten die beiden jungen Afghanen in den nächsten Tagen von Griechenland in einen anderen EU-Staat ausgeflogen werden, im Rahmen eines Programms der Übersiedlung. Der französische Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten sich vergangene Woche zur Aufnahme der Kinder und Jugendlichen bereiterklärt. Für die beiden 17 Jahre alten Jugendlichen aus Afghanistan wird es nicht dazu kommen. Sie sitzen seit Dienstag dieser Woche in Polizeigewahrsam.

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