Deutschland liegt wirtschaftlich am Boden, aber Seehofer will Italien und Malta „Bootsmigranten“ abnehmen

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Bundesinnenminister Horst Seehofer will Italien und Malta wieder „Bootsflüchtlinge“ abnehmen, die genaue Anzahl könne er noch nicht benennen, sicher hingegen scheint zu sein, dass genug finanzielle Ressourcen für die Versorgung vorhanden ist, während die Wirtschaft allmählich in die Rezession abgleitet und die Sozialsysteme aufgrund der Kurzarbeit und der steigenden Arbeitslosenzahl immens belastet werden.

Wie nicht anders zu erwarten, eilt der bayerische Dampfplauderer dem jammernden Italien und Malta zu Hilfe, schließlich wird seit Jahren stets von den südeuropäischen Ländern behauptet, dass sie die Hauptlast bei der Flüchtlingsaufnahme tragen und von anderen EU-Mitgliedsländern in Stich gelassen werden, obwohl allein in NRW heute mehr Asylzuwanderer als in ganz Italien leben.

Wie viele „Bootsmigranten“ nach Deutschland geholt werden, ist noch nicht bekannt, wie viele darunter sein werden, die durch Revolte und Bedrohung der Schiffscrew ihre Einreise auf Malta erpressten, diese Information dürfte wohl eher verschwiegen werden.

[…] Deutschland will den Mittelmeerländern Malta und Italien wieder aus Seenot gerettete Migranten abnehmen. “Wir werden auch in diesen Fällen Migranten aufnehmen”, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) mit Blick auf zuletzt gerettete Menschen. “Die Tatsache, dass es eine Delle gab, liegt schlicht und einfach an der Corona-Entwicklung.”

Deutschland hatte Italien und Malta in der Vergangenheit eigentlich regelmäßig geholfen. In der Corona-Krise wurden zuletzt jedoch keine Zusagen mehr gemacht. Die Lage entspanne sich derzeit aber, sagte Seehofer. Die genaue Anzahl der Menschen, die Deutschland aufnehmen werde, könne er jedoch noch nicht nennen, weil noch Gespräche liefen.

Malta hatte am Wochenende mehr als 400 gerettete Migranten an Land gehen lassen. Viele von ihnen saßen zuvor mehrere Wochen auf kleinen Quarantäne-Schiffen vor dem Mittelmeerland fest, einige bereits seit dem 30. April. Nach Angaben der EU-Kommission vom Montag sind auch Luxemburg, Frankreich und Portugal bereit, Malta Menschen abzunehmen. Seehofers Zusage betrifft zudem Migranten der Rettungsschiffe “Alan Kurdi” und “Aita Mari”. Beide waren Anfang Mai von italienischen Behörden festgesetzt worden. […] Quelle: Redaktionsnetzwerk Deutschland

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