Deutschland, der Selbstbedienungsladen: Hunderte Verdachtsfälle auf Scheinvaterschaften

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Symbolbild

Schwangere Frauen außerhalb der EU suchen sich deutsche Männer, die mittellos sind oder nur über ein geringes Einkommen verfügen, damit diese die Vaterschaft des Kindes anerkennen und damit das Aufenthaltsrecht für Mutter und Kind sowie bereits vorhandenen Kindern zu sichern. Offenbar gibt es genug Willige, die diesen Betrug unterstützen und auf den Deal einer Scheinvaterschaft eingehen. Da bei den Mittellosen ohnehin nichts zu holen ist, müssen sie auch keine Unterhaltsansprüche fürchten, dafür springt der Steuerzahler ein.

[…] Die Innenministerien der Bundesländer verzeichnen Hunderte Verdachtsfälle auf sogenannte Scheinvaterschaften. In allen Ländern gab es einer Abfrage von WELT AM SONNTAG zufolge in jüngerer Vergangenheit strafrechtliche Ermittlungen wegen solcher Fälle.

Dabei reisen schwangere Frauen aus Ländern außerhalb der EU nach Deutschland ein und zahlen mehrere Tausend Euro an meist mittellose deutsche Männer, die die Vaterschaft für die ungeborenen Kinder übernehmen. […] Mehr auf Welt.de (Artikel im Archiv)

An einen solchen Missbrauch dachte wohl der Gesetzgeber nicht, als er die Vaterschaftsanerkennung juristisch regelte, dass jemand ein fremdes Kind als eigenes anerkennen könnte und damit Tür und Tor für Lug und Trug geöffnet sind.

Den skrupellosen Machenschaften könnte man sofort einen Riegel vorschieben, vorausgesetzt der Wille zur Gesetzesänderung ist vorhanden und die Behörden erhalten mehr Möglichkeiten, um den Missbrauch zu bekämpfen. Auch sollte in Erwägung gezogen werden, bei Verdachtsfalls von Scheinvaterschaft ein DNA-Test anzuordnen, um den Betrug – auch an den Steuerzahlern – zu unterbinden.

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