Deutsche Regierung als Strippenzieher: Malta lässt alle 40 Afrikaner an Bord der „Alan Kurdi“ an Land

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Die vor der libyschen Küste aufgesammelten Migranten haben ihr Ziel Europa erreicht, alle 40 Illegalen, die meisten kommen aus der Elfenbeinküste und aus Kamerun,  dürfen auf Malta an Land gehen – vorrübergehend, bis die Versorgungssuchenden anschließend auf andere EU-Länder verteilt werden. „Sea-Eye“ zeigte das Video oben über die Jubelstürme der Afrikaner auf Twitter, als die Nachricht verkündet wurde.

Drahtzieher die deutsche Regierung mit Unterstützung der EU-Kommission, die wohl ein tagelanges Tauziehen verhindern wollten und eine schnelle Lösung gefunden haben, um die „Alan Kurdi“ und den „Shuttle-Service aus den Schlagzeilen zu nehmen, aber auch vermutlich dafür zu sorgen, dass der Schlepperhelferkahn umgehend wieder seine Mission vor der libyschen Küste aufnehmen kann – die Passagiere auf den Schlauchbooten warten schon.

Auf welche „anderen“ EU-Staaten sollen die Illegalen verteilt werden? In den letzten Tagen war keine Meldung zu lesen, dass sich bereits vorab ein europäisches Land zur Aufnahme bereit erklärte, aber vollkommen egal, letztendlich werden früher oder später alle 40 Illegalen in Deutschland bzw. in den deutschen Sozialsystemen landen.

BILD berichtet:

Gute Nachricht für die Menschen auf der „Alan Kurdi“: Die 40 Geretteten dürfen nach Malta. Voraussichtlich werden sie Sonntag früh um 9 Uhr von der Marine abgeholt.

Gegen 20.30 Uhr, Samstagabend, twitterte Maltas Premierminister Joseph Muscat (45): „Nach Anfrage von Deutschland wird Malta 40 Migranten auf dem deutschen Schiff ,Alan Kurdi’ mit einem Marineschiff in den Hafen bringen. Die deutsche Regierung und die EU-Kommission haben dafür gesorgt, dass alle Personen auf EU-Mitgliedstaaten aufgeteilt werden. Keine Migranten werden in Malta bleiben.“

Nachdem „Alan Kurdi“-Einsatzleiterin Barbara (52) gegen 21 Uhr den 40 Afrikanern die Neuigkeiten verkündete, brachen die in Jubelstürme aus. Sie sangen und tanzten.

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