Der nächste Irrsinn: Steaks aus dem 3D-Drucker

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Von Uwe Witt: Der Kampf gegen das Fleisch wird auf vielen Ebenen gleichzeitig mit großer Vehemenz geführt. Schweinezüchter müssen innerhalb der nächsten Jahre ihre Stallungen umbauen – oder schließen. Katrin Göring-Eckhardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen, will große Schlachthöfe gleich ganz dicht machen. Start ups wie das kalifornische Beyond Meat bieten seit Jahren vegane Burger, Chicken Nuggets und Würstchen aus Pflanzen an. 2019 machte Beyond Meat bereits um die 300 Millionen Dollar Umsatz damit. Die Supermarktregale sind auch in Deutschland bereits gut sortiert mit veganen Fleisch- und Wurst-Immitaten.

Nun setzt das israelische Start up Redefine Meat noch einen drauf. Die Firma hat einen 3D-Drucker entwickelt, der Steaks ganz einfach ausdruckt. Aus drei Vorratsbehältern werden die nachgebauten Komponenten Muskelgewebe, Blut und Fett abwechselnd abgegeben. Aus dem fertig gedruckten Klotz werden dann Steaks geschnitten. Der Hersteller gibt an, dass in Konsistenz, Aussehen und Geschmack die gedruckten Steaks von herkömmlichen nicht zu unterscheiden seien. Auch seien alle im Rind vorkommenden Stücke herstellbar.

Treibende Kraft hinter der Entwicklung ist der Klimawandel. Wenn Steaks aus Pflanzen ausgedruckt werden, dann braucht es keine Methan ausstoßenden Kühe mehr. Und die Rinder-Schlachthöfe braucht dann auch keiner mehr.

Sieht so die Zukunft unserer Ernährung aus? Alles aus dem Drucker? „Herr Ober, ich hätte gern das gedruckte Ribeye, 300 g, medium bitte.“ Heute hat noch jeder die Wahl, wie er sich ernähren möchte. Werden schon unsere Kinder und Enkel zu Zwangs-Veganern?

Wenn Sie einen Blick auf ein gedrucktes Steak werfen möchten, sei Ihnen der verlinkte Spiegel-Artikel empfohlen. Guten Appetit!

https://www.spiegel.de/…/zukunft-der-ernaehrung-veganes-ste…

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