Demo Köln: Türkei empört und bestellt Vertreter der deutschen Botschaft ein

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Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man darüber fast lachen. Aufgeputschte Erdogan-Anhänger mitten in Deutschland skandieren lautstark für die Todesstrafe und sind beleidigt, weil der Heilsbringer Erdogan nicht zugeschaltet werden darf und ihm somit in einem fremden Land keine weitere Plattform geboten wird. Da hat wohl das oberste deutsche Gericht jemand die Tour vermasselt?  Man lässt Türken, mit oder ohne deutschen Pass, auf deutschen Straßen demonstrieren, verursachen Kosten für die Demonstration und als Dank kommen nun die vielzitierten politischen Einmischungen, offenbar will die Türkei entscheiden, was in Deutschland Recht und Gesetz sind:

[…] Im Streit um die Pro-Erdogan-Demonstration in Köln bestellt das türkische Außenministerium den Gesandten der deutschen Botschaft in Ankara ein. Dies sei für Montagmittag geplant, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus zuverlässiger Quelle in Ankara.

Nach Erdoğans Sprecher Ibrahim Kalin hat auch Justizminister Bekir Bozdağ die Entscheidung scharf kritisiert.

Das Verbot der Übertragung sei auf „widerrechtliche und unhöfliche Art“ erfolgt und eine Schande „für Demokratie und Recht“, schrieb Bozdağ am Sonntagabend auf Twitter. Es sei von nun an inakzeptabel, wenn Deutschland gegenüber der Türkei die Begriffe Demokratie, Rechtsstaat, Menschenrechte und Freiheit auch nur in den Mund nehme. Zudem warf der Justizminister Deutschland eine ungerechte Behandlung der hierzulande lebenden Türken vor. Deutschland sei für viele „ernste Diskriminierungen und Ungerechtigkeiten“ verantwortlich. […] Quelle: Zeit Online

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