De Maizière beklagt: Hass und Gewalt gegen Beamte explodiert

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Eine Woche mal keine Terroranschläge oder geschönte Statistiken verkünden, schon liefern sich Thomas de Maizière und Heiko Maas geistige Duelle in nichtweltlichen Sphären und verkünden Weisheiten, die weder inhaltlich noch niveaumäßig nachvollziehbar sind. Thomas de Maizière hat dieses Mal vorgelegt und stellt den Wichtigtuer Heiko mit seinen Panamapapieren abrupt in den Schatten, und so verkündet er: „Wir beobachten seit längerer Zeit die Zunahme von Gewalt und unangemessenen Respektlosigkeiten gegenüber Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, insbesondere gegenüber Uniformträgern und dort insbesondere gegenüber der Polizei“, sagt Thomas de Maizière. Die Aggressionen der Menschen bekommen dabei alle gleichermaßen ab: Polizisten, Rettungskräfte und Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes genauso wie Gerichtsvollzieher, Zollbeamte oder Mitarbeiter in Ämtern.

Ausgangspunkt war, dass Thomas de Maizière in Berlin verkünden musste, dass seit längerem beobachtet wird, dass die Gewalt ins Unermessliche ansteigt. Interessant: es wird seit längerem beobachtet, aber es wird nichts unternommen? Sowas nennt man tatenlos zusehen, einen selbst wird es schon nicht treffen. 66.000 Fälle gab es allein für 2014, für 2015 liegen im April immer noch keine Zahlen vor. Ich rate mal: sie dürfen gar nicht veröffentlicht werden, irgendwann wird es eine kleine Randnotiz geben, wenn mal wieder irgendwo wahnsinnige Islamisten um sich schießen oder Hunderte Frauen angegrapscht werden, und die scheinheilige Empörung in der buntdeutschen Bevölkerung wieder groß ist und es eh keiner liest, damit die dramatischen Fakten unser dummgehaltenes Land ja nicht aufrütteln. Wenn dann noch dazu kommt, wie viele von den Gewaltauswüchsen auf das Konto schwersttraumatisierter Wirtschaftsflüchtlinge gehen, wäre der Ofen wohl ganz aus.

Und worüber regen sich einheimische Arbeitslose und Menschen in Not in Behörden wohl auf? Wahrscheinlich darüber, dass ihnen keine Perspektive geboten wird, dass Leistungen drakonisch gekürzt werden, wenn man den Schikanen nicht nachgibt und wenn jeder, der mit einem Dolmetscher reinkommt, weil er nicht mal das Wort Antrag lesen kann, auf Anhieb und ohne Auflagen mehr bekommt. Diese Wut bekommen dann leider die Mitarbeiter ab, welche auch nur katastrophale „Am-Volk-vorbei-Politik“ notgedrungen umsetzen.

Es geht hier um Staatsbedienstete und größtenteils Helfer. Wie weit kann eine Gesellschaft verrohen, dass sie toleriert, dass Polizisten, Feuerwehrleute, Sanitäter, Notärzte und Behördenmitarbeiter körperlich angegriffen und immer wieder auf das Übelste beleidigt werden? Wie krank im Kopf muss man sein, wenn man andere Leute daran hindert, die anderen helfen wollen? Wie kann man sich auf Behörden komplett daneben benehmen und Angestellte bedrohen, von denen man abhängig ist?

All das zeigt, dass das offensichtlich alles normal ist und offenbart auch, dass auch hierfür keine Mittel zur Verfügung gestellt bzw. diese Leute geschützt werden. Sei es durch massive Personalaufstockungen oder einfach nur durch deutlich härtere Gesetze. Solch ein Pack muss umgehend vorbestraft und im Lebenslauf gebrandmarkt werden. Jeder, der aus der Pubertät raus ist, weiß, dass man zumindest solche Berufe tolerieren und respektieren muss, die da sind, um Recht und Ordnung aufrecht zu erhalten und um anderen zu helfen. Und falls nicht, gehört eine sofortige Vorstrafe, exorbitante Schmerzensgelder und deftige Schadensersatzansprüche gestellt.

Wer Polizisten, Feuerwehrleute, Pflegepersonal und Behördenmitarbeiter schikaniert und tätlich angreift, hat nur eins verdient: eine harte Strafe, einen Eintrag ins Vorstrafenregister und drastische finanzielle Folgen. Hoffentlich bekommt es Heiko Maas nicht mit, der möchte Mord schon unter besonderen Umständen auf fünf Jahre herabsetzen. Eine klare Ansage, wieviel Wert noch Unrecht im eigenen Land hat.

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