Das muss sich ändern: Knapp 350 Millionen Euro Kindergeld gehen ins Ausland

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Solche Meldungen machen fassungslos, so werden deutsche Steuergelder mit vollen Händen zum Fenster rausgeworfen, ein EU-Schwachsinngesetz macht es möglich: Deutschland zahlt Kindergeld für 215.499 ausländische Kinder, die nicht einmal hier leben. Da stellt sich eine berechtigte Frage angesichts des seit Jahren praktizierten Missbrauchs aus Rumänien, wo nahezu Prüfungen unmöglich erscheinen: wie viele Kinder existieren tatsächlich und sind die Dokumente von Kindesidentitäten echt? Und die Kernfrage überhaupt: arbeitet ein Elternteil wirklich in Deutschland, oder erfolgte durch Scheinarbeitsverträge eine Einnistung in den Sozialstaat? Wenn demnächst noch Albanien, Mazedonien und der Kosovo zur EU gehören, dann werden sich die Kindergeldzahlungen nochmals erhöhen, manche werden es als Verteilung vom „reichen“ Deutschland in ärmere Staaten sehen, andere wiederum als Missbrauch der Solidargemeinschaft empfinden.

[…] Die Kindergeldzahlungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) an Konten ins Ausland haben sich seit 2010 fast verzehnfacht. Der Betrag stieg von 35,8 Millionen auf rund 343 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Das berichten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland unter Berufung auf Zahlen der BA aus einer Kleinen Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion.

Im Dezember 2010 wurde demnach für 61.615 ausländische Kinder, die nicht in Deutschland leben, Kindergeld gezahlt. Im Dezember 2017 waren es bereits 215.499 Kinder – das sind 3,5-mal so viel. Die meisten Kinder lebten in Polen (103.000), Kroatien und Rumänien (jeweils 17.000). Außerdem erhielten knapp 34.000 im Ausland lebende deutsche Kinder die Leistungen.

Nach geltendem Recht haben EU-Ausländer für die Dauer ihres Arbeitsaufenthalts in Deutschland Anspruch auf Kindergeld – auch wenn der Nachwuchs in einem anderen Land lebt. Der damalige Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte vor einem Jahr einen Gesetzentwurf vorgelegt, wonach das Kindergeld für EU-Ausländer an das Niveau des Heimatlandes angepasst werden sollte, wenn ihre Kinder dort leben. Dies stieß jedoch in der EU-Kommission auf Widerstand. […] Quelle: Die Welt.de/21.3.2018

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