Das klang 2015 ganz anders: Daimler wehrt sich gegen Forderung mehr „Flüchtlinge“ einzustellen

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Vor mehr als einem Jahr haben die Konzerne die Flüchtlinge als neues Wirtschaftswunder gefeiert, allen voran Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender des Automobilkonzerns Daimler. Zetsche sagte auf der IAA in Frankfurt am Main im September 2015: „Im besten Fall kann es auch eine Grundlage für das nächste deutsche Wirtschaftswunder werden – so wie die Millionen von Gastarbeitern in den fünfziger und sechziger Jahren ganz wesentlich zum Aufschwung der Bundesrepublik beigetragen haben.“ Und Zetsche hat offenbar die „Flüchtlinge“ erwartet: „Genau solche Menschen suchen wir bei Mercedes und überall in unserem Land“.

Zetsche plapperte das Mantra der Bundeskanzlerin nach, obwohl er es als Wirtschaftsexperte besser wissen müsste. Aber nicht nur die Wirtschaftsbosse sind die Unglaubwürdigen, auch die komplette und politische korrekte Presselandschaft versprach blühende Landschaften. Man erinnert sich nur allzu gern an die Jubelartikel, die manchmal im Tagesrhythmus erschienen – eine Schwemme von Fachkräften, dick gefüllte Rentenkassen, jede Menge Pflegekräfte für Alten- und Pflegeheime, ein neues Wirtschaftswunder, Deutschland profitiert wie noch nie, sämtliche Probleme sind künftig dank der Flüchtlinge gelöst, zumindest versuchte man oft genug, diesen Eindruck zu erwecken. Und der Bürger kam sich oft genug ziemlich veralbert vor.

Nun wollen sich die Herrschaften aus der Wirtschaft einen schlanken Fuß machen und von nichts wissen.  So etwas passiert eben, wenn die Wirtschaftsunternehmen dann doch plötzlich dankend auf die Segnungen der „Flüchtlings“-Planwirtschaft verzichten wollen. Tja, letztlich wird noch jeder von der Realität eingeholt, bei der Wirtschaftselite dauert es nur ein bisschen länger.

[…] Daimler-Personalchef Wilfried Porth wehrt sich gegen die Forderung aus der Politik, mehr Flüchtlinge einzustellen.

„Alle sozialen Aufgaben bei der Wirtschaft abzuladen, das kann nicht funktionieren“, sagte der Daimler-Vorstand der Deutschen Presse-Agentur. Die Unternehmen und ihre Mitarbeiter sicherten maßgeblich den Wohlstand in vielen Regionen Deutschlands.

„Wir können nicht an den Zeitarbeitern, die zum Teil schon länger für uns arbeiten, vorbei Flüchtlinge auf breiter Basis einstellen“, begründete Porth. Der Konzern beschäftigte zuletzt 5500 Zeitarbeiter, rund 6500 seien seit 2005 übernommen worden. […] Weiter auf Focus Online