Danach Weiterreise gen Norden? Italien und Malta lehnten ab – aber Spanien nimmt „Bootsmigranten“ auf

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Symbolbild

Weder Italien noch Malta zeigten Interesse an einer Aufnahme von über 300 aufgesammelten „Bootsmigranten“ im Mittelmeer – Salvini sagte sogar: „Für die Menscherhändler und ihre Helfer ist der Spaß vorbei“ –  und offenbar signalisierte kein nordafrikanischer Hafen nach der „Seenotrettung“ seine Bereitschaft, das spanische NGO-Schiff mit der goldigen Fracht anlegen zu lassen. Aber der Spaß scheint noch nicht am Ende zu sein, nun erklärt sich Spanien voller „Humanität“ großzügig dazu bereit, die über 300 Einreisewilligen aufzunehmen. Und wie bereits bekannt, besitzt Spanien nicht die große Anziehungskraft (Sozialleistungen) für eine dauerhafte Niederlassung, daher haben die „Geretteten“ ganz andere Ziele vor Augen – wie z.B. Frankreich oder Deutschland.

Obwohl die Leitmedien Spaniens Barmherzigkeit bestimmt wieder massiv unterstreichen, dient das Land  in den meisten Fällen nur als Durchgangsstation auf dem Weg nach Norden, ausgestattet mit Butterbrot, Wasserflasche und Bus-Ticket wird die Weiterreise unterstützt.

Focus Online vom 23.12.2018:

Spanien hat sich Medienberichten zufolge bereit erklärt, 311 aus dem Mittelmeer gerettete Migranten aufzunehmen. Zuvor hatten es Italien und Malta abgelehnt, die von der privaten spanischen Hilfsorganisation Proactiva Open Arms geretteten Menschen an Land zu lassen.

Die spanische Regierung die Erlaubnis erteilt, dass die Flüchtlinge zum Hafen von Algeciras im äußersten Süden Spaniens bei Gibraltar gebracht werden dürfen, berichteten die Zeitungen „La Vanguardia“ und „El País“ am Samstag unter Berufung auf die Hilfsorganisation. Eine Bestätigung der Regierung in Madrid gab es zunächst nicht.

Es werde etwa vier bis sechs Tage dauern, bis die Menschen dort auf dem Seeweg angekommen sein werden, schrieben die Zeitungen.

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