„Daimler leistet einen Beitrag zur Schwächung der Demokratie“ – Union jammert wegen ausbleibender Parteispenden

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Kürzlich hat der Autohersteller Daimler verkündet, zukünftig auf Parteispenden zu verzichten. Dieser Vorgang ist natürlich nur logisch und verständlich, da man ungerne den eigenen Henker entlohnt und die Altparteien aktuell das Ende des Verbrennungsmotors und Fahrverbote befördern oder tolerieren .

Nun könnten die Vertreter unserer Konkurrenz natürlich einfach diese Kröte schlucken oder über die Sinnhaftigkeit ihrer Verkehrspolitik nachdenken. Stattdessen wird nun jedoch – insbesondere vonseiten der Unionsparteien – wenig würdevoll herumgejammert: Während der baden-württembergische CDU-Bundestagsabgeordnete Bareiß den Daimler-Beschluss „verantwortungslos, Demokratie gefährdend [sic!], dumm“ bezeichnet, verkündet der CSU-Schatzmeister Thomas Bauer pathetisch, das Unternehmen leiste „einen Beitrag zur Schwächung der Demokratie“ und stehle sich „aus der Verantwortung.“

In Wirklichkeit geht es natürlich um etwas anderes: Die Altparteien bekommen es mit der Angst zu tun, sich keine Spitzen-Funktionärsgehälter mehr leisten zu können. So ist es eben, wenn Parteizentralen zu Selbstbedienungsläden verkommen, statt an politischen Ideen für die Zukunft des Landes zu feilen. Dass es auch anders geht, zeigt die AfD, die derzeit ohne große Konzernspenden erfolgreiche Wahlkämpfe bestreitet.

 


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