Corona-Demo in Wien: Regenbogenfahne auf der Querdenken-Bühne zerrissen

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Am Samstag wurde bei einer Kundgebung des Bündnisses „Querdenken“ gegen Corona-Maßnahmen in Wien eine Regenbogenfahne auf der Bühne vor der Karlskirche öffentlich zerrissen. Was war der Grund, dass Querdenken-Aktivisten sich zu dieser Maßnahme verleiten ließen? Mittig der Fahne befindet sich ein Herz, die Aktivisten wollen allerdings ein Herz im Herz (doppeltes Herz) erkannt haben, das wiederum ein Symbol der Pädophilen und das Zeichen für „Girl-Lover“ sein soll. Das doppelte Herz in durchgängiger Form ist aber in der Farbe rosa gehalten, der Hinweis auf kleine Mädchen.

Welt.de berichtet: Nachdem die Fahne zerrissen ist, ruft eine Aktivistin, es soll sich Berichten zufolge um Jennifer Klauninger handeln, ins Mikrofon: „Ihr seid kein Teil unserer Gesellschaft!“ Und weiter: „Wir müssen unsere Kinder vor Kinderschändern schützen. Wir alle sind dafür verantwortlich.“ Die Aussagen quittiert das Publikum mit Beifall. Was unmittelbar vor der Aktion geschehen ist, geht aus dem Video nicht hervor.

Bei einem anderen Aktivisten, der am Zerreißen der Regenbogenfahne beteiligt war, soll es sich um Manuel Mittas handeln. Bei der Fahne handele es sich um „ein klares Pädophilen- oder Kinderschändersymbol“, behauptet er. Jemand habe sie auf die Bühne gebracht. Er selbst und „die Jenny“ hätten „geistesgegenwärtig“ reagiert, dem Mann die Fahne weggenommen und sie zerrissen. Bei dem Mann habe es sich um einen Deutschen gehandelt, der „wirklich nix davon“ gewusst habe, was für ein Symbol das auf seiner Fahne gewesen sei. Sie, die Aktivisten, hätten das Ganze aber „friedvoll gelöst“, indem sie unter anderem über „Pädokriminalität“ gesprochen und die Flagge zerrissen hätten.

Die Wiener Polizei teilte mit, man habe von dem Vorfall Kenntnis erhalten und ihn zur Prüfung auf Volksverhetzung an die zuständige Stelle übergeben.

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