Ceuta: Massenansturm von über 400 Afrikanern an spanischer Sperranlage

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Sie brachen zwei Grenztüren auf und kletterten über die Zäune: Geflüchtete aus Afrika haben die spanische Exklave Ceuta erreicht. Es kam zu Auseinandersetzungen. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Beim größten Massenansturm der vergangenen Jahre auf Ceuta sind am Montag mehr als 230 Flüchtlinge in die spanische Nordafrika-Exklave gelangt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Efe unter Berufung auf die Vertretung der spanischen Regierung berichtete, konnten 232 Afrikaner vom Gebiet Marokkos aus zwei aufgebrochene Türen passieren, einige von ihnen kletterten über die Grenzzäune.

An dem Massenansturm hätten sich kurz vor sieben Uhr morgens rund 400 Flüchtlinge beteiligt. Wie die Präfektur von Ceuta mitteilte, wurden bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften, die das Vordringen der Flüchtlinge verhindern wollten, 35 Flüchtlinge leicht verletzt, vorwiegend junge Männer aus der Elfenbeinküste und aus Burkina Faso. Auch drei Mitglieder der Zivilgarde seien verletzt worden.

Ein Fotograf sah, wie mehrere der Afrikaner vor Erschöpfung zusammenbrachen. Die Flüchtlinge aus Ländern südlich der Sahara wurden in ein Auffanglager gebracht, wo ihre Fälle geprüft werden sollen, wie ein Sprecher der Zivilgarde sagte. Insbesondere gehe es darum, ob sie asylberechtigt seien. Die Suche nach einigen Flüchtlingen, die in die umliegenden Hügel entkamen, dauerte demnach an.

Die beiden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla an der marokkanischen Mittelmeerküste haben die einzigen EU-Außengrenzen auf dem afrikanischen Kontinent.