Bundespressekonferenz: Regierung mauert zu Amri-Komplizen

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Nach Medienberichten soll der kurzzeitig in Verdacht gekommene Bilal Ben Ammar Mitglied des marokkanischen Geheimdienstes gewesen sein. Mindestens ebenso geheimnisvoll blieb die Sprecherin des Innenministeriums bei Fragen zum Breitscheidplatz-Komplex. Einsilbige Regierungssprecher ist man mittlerweile schon bei der Bundespressekonferenz gewohnt. Aber die Vorstellung, die am Freitag zu sehen war, grenzte an eine Stummfilmvorführung. Auf ein halbes Dutzend Fragen der Reporter konnte oder durfte die Sprecherin des Innenministeriums keine Antwort geben. Offensichtlich war man im Ministerium von der neuen Entwicklung überrascht. Am Freitag hatte der FOCUS über geheime Ermittlungsunterlagen im Fall Anis Amri berichtet, nach denen der Tunesier Bilal Ben Ammar kurz nach dem Anschlag dem flüchtenden Anis Amri geholfen haben soll. Nicht nur habe die Regierung daraufhin die Abschiebung von Ben Ammar rapide beschleunigt. Der FOCUS behauptet, Ben Ammar sei Geheimdienstmitarbeiter gewesen, der kurz vor dem Attentat die deutschen Behörden mehrfach gewarnt hatte.

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