Brexit – Briten stimmen für EU-Austritt

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Ein positives Signal und der offen gezeigte Wille des Volkes , eine de facto Diktatur nicht zuzulassen. Der Plan Camerons mit dem Referendum ist nicht wie erhofft aufgegangen, trotz hoher Wahlbeteiligung, auch andere Spekulanten wurden eines besseren belehrt. Verantwortlich für das Ergebnis sind nicht die Briten, sondern die EU Bürokraten, die jede Kleinigkeit selbst regeln wollen. Letztendlich hat die Einwanderungspolitik den Ausschlag gegeben.  Und der nächste europäische „Schock“ kommt bestimmt?

Brüssel hat bis heute nicht verstanden, dass die EU in ihrer jetzigen Form in der Bevölkerung eine breite Ablehnung findet. Es wurden viel zu viele Fehler begangen und Europa hat sich in den letzten Jahren bis zur Unkenntlichkeit negativ verändert. Das will keiner und die Franzosen und Niederländer stehen schon in den Startlöchern, denn auch dort wollen viele ebenfalls ein Referendum für den Austritt aus der Zwangsjacke EU.

Die Briten haben mehrheitlich erkannt, dass der gegenwärtige Weg „Europas“ in eine Sackgasse geführt hat. Sie zeigen den Mut, anzuhalten und umzukehren. Die Bürger Großbritanniens wollen keine Hinterzimmer Politik von Eurokraten, die sie nicht wählen können. Sie wollen keine EU, die sich auf Kosten der Demokratie zum Superstaat entwickelt, mit einem zentralistischen Verwaltungs- und Politikmoloch, grauen Technokraten und Politikern.

Man hat den Bürgern den Weltuntergang prophezeit, Europa wäre gescheitert, um Griechenland weiter mit Milliarden zu retten, um den Grexit zu verhindern.  Nun ist man leichtfertig hinein gestolpert in ein größeres Risiko. Wenn Griechenland der Arm ist, dann ist Großbritannien mindestens der Magen, der Patient EU braucht eine Rundum-Erneuerung, sonst ist finito. Aber vielleicht ist der Exitus sogar besser.

Dieser Tag der Abstimmung in Großbritannien wird in die Geschichtsbücher als Beginn eines großen Bebens eingehen. Für  Politiker wie Merkel, Schulz und Juncker muss das eher ein Desaster sein.

Der Politologe Anthony Glees zog am 19.02.2016 im Deutschlandfunk eine Verbindung zwischen einem möglichen Brexit und der „Einwanderungssituation“ in Deutschland: „Die Deutschen sind optimistisch, aber schwammig“

„Die große Frage, glaube ich, für die Briten hat eigentlich nicht mit Sozialleistungen und Kindergeld zu tun, es hat mit der Sicherheitsfrage zu tun. Für die Briten ist die Sicherheitsfrage eine fundamentale Frage. Und in Großbritannien ist die Migrantenkrise … Sie in Deutschland sagen immer Flüchtlingskrise, wir sagen Migrantenkrise, denn wir in Großbritannien sind der Meinung, dass Sie keine Ahnung in Deutschland haben, ob diese Leute echte Flüchtlinge sind oder wirtschaftliche Migranten. Und wir verbinden diese Frage mit unserer nationalen Sicherheit. Und ich sehe da nicht ein, wie eine machtlose EU und eine machtlose Bundesrepublik, Frau von Billerbeck, eine machtlose Bundesrepublik dieses Problem lösen kann, damit die Briten dann sagen, ja, es ist okay, dass wir drin bleiben! Das ist das Katastrophale an der jetzigen Lage. Ein perfekter Sturm.“

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wana
Gast

Es wurden viel zu viele Fehler begangen und Europa hat sich in den letzten Jahren bis zur Unkenntlichkeit negativ verändert.

Wen ich schon immer dieses dumme Geschwätz von Fehler machen lesen muß
wie naiv seit ihr eigentlich alle

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