Bremer BAMF-Asyl-Skandal: Ex-Chefin steht zu allem und droht Politikern: Es wird noch alles ans Licht kommen

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Wer trägt die Verantwortung im BAMF-Skandal in der Außenstelle Bremen? Ex-BAMF-Leiter Weise sowie seine Nachfolgerin Jutta Cordt – oder der kleinste Fisch im Sumpf-Tümpel? Weise wird auf entsprechende Dienstanweisung aus dem Innenministerium (Thomas de Maizière) oder Kanzleramt (Peter Altmaier) gehandelt haben, schließlich ist das BAMF eine unter gelegene Abteilung, die die Vorgabe „schnelle Bearbeitung der Asylanträge und möglichst durchwinken“ umsetzen musste – gleiches betrifft wohl auch Cordt. Und die Ex-Leiterin der BAMF-Außenstelle Bremen verwechselte offenbar ihren Arbeitsplatz mit einer NGO-Hilfsorganisation und legte als selbsternannte Samariterin das Asylrecht  nach Humanität und Gutdünken aus, statt gemäß der Vorschriften bzw. Gesetze zu entscheiden.

Ulrike B. streitet nichts von den Vorwürfen ab, trotzdem drängt sie sich  in die Opferrolle und versucht eine Rechtfertigung ihrer Taten zu vermitteln, droht sogar führenden Politikern. Könnte heißen, Ulrike B. will die Mauer des Schweigens durchbrechen? Eines ist gewiss sicher, der BAMF-Skandal durfte vor der BTW auf keinen Fall ans Licht kommen.

[…] Die Auslöserin des derzeit größten Skandals der Bundesrepublik erklärt sich erstmals. Dabei greift sie die Bamf-Chefs an – und droht auch führenden Politikern.

Das ungewöhnliche: B. streitet nichts von den Vorwürfen ab, sagt, dass Korruption ein lächerlicher Vorwurf sei. Ihr wäre es immer um die Menschen gegangen. Doch sie hat einen Verdacht: Sie soll diejenige sein, die geopfert werden soll. Doch warum?

Der Bild erläutert sie den Grund: Als ab 2014 immer mehr Flüchtlinge nach Deutschland kamen, sei das mit dem vorhandenen Personal nicht mehr zu stemmen gewesen. Das hätten alle gewusst. Doch zunehmend sei es nur noch um Fallzahlen gegangen und Bearbeitungszeiten – nicht aber um die menschlichen Schicksale. Es dürfte die Zeit gewesen sein, als Frank-Jürgen Weise Bamf-Präsident wurde. Auf ausdrücklichen Wunsch der Regierung forcierte er das Tempo bei den Bearbeitungen und auch die Effizienz.

B. arbeitete seit 1990 im Amt, ab 1993 als Leiterin der Außenstelle. B. dürfte eine umfassende Kenntnis über die Vorgänge im Bamf besitzen. Sie sagt: Das alles werde nun ans Licht kommen. Überhaupt sei erst gerade einmal ein Drittel des Ausmaßes bekannt. Dann bekämen auch die Probleme, die jetzt mit dem Finger auf sie zeigen würden. Wer damit gemeint ist? Laut Bild geht es um den damals als Kanzleramtschef auch Beauftragten für die Flüchtlingspolitik, Peter Altmaier, sowie um Innenminister Thomas de Maizière – und auch um Horst Seehofer. […] Weiterlesen auf Merkur Online

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