Bodo Ramelow (Linke) freut sich: Erster Moscheebau in Thüringen

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Am Dienstag ist der symbolische Grundstein für den ersten Neubau einer Moschee in Thüringen gelegt worden, das Gebetshaus der Ahmadiyya-Gemeinde soll für sagenhafte 70 „Gläubige“ in Erfurt-Marbach gebaut werden und soll rund 600.000 Euro kosten. Auch Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) nahm an der Zeremonie der Grundsteinlegung teil und freut sich über die erste Moschee in Thüringen, wie der MDR berichtet:

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) begrüßte das Projekt. Für ihn gehöre eine Moschee in unsere Gesellschaft – genau wie eine Synagoge oder Kirche. Darum sei er bei der Grundsteinlegung der Marbacher Moschee zu Gast, schrieb er bei Twitter. „Die Religionsfreiheit und die Religionsgewährung sind wichtige Prinzipien unserer offenen Gesellschaft“, sagte der Ministerpräsident vor Ort. Gleichzeitig warnte Ramelow vor jeder Form des religiösen Extremismus und Antisemitismus.

Ramelow bedauerte die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Weimar, die Moscheegegnern erlaubte, auf einer Rasenfläche unmittelbar vor dem Baugelände zu demonstrieren. Beschämt zeigte sich der thüringische Ministerpräsident über die zum Teil extremen Proteste gegen die Moschee. So hatten Unbekannte im Mai vergangenen Jahres in der Nähe des Baugrunds Schweinekadaver auf Pflöcke gespießt. Die Anfeindungen gegen den Sprecher der Thüringer Ahmadiyya-Gemeinde, Suleman Malik, machten ihn betroffen.

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