Blutiges Ende einer Hochzeitsnacht: Frau erschossen, Mann fast totgeprügelt

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Es begann offenbar auf einer großen Roma-Hochzeit in Spandau. Dort sollen sich am 26. Oktober vergangenen Jahres Mitglieder verfeindeter Familien getroffen haben. Hamid H. soll dabei die Toten der Familie O. beleidigt und die Familie somit angeblich in ihrer Ehre verletzt haben.

Der 39-jährige Hamid H. verließ die Hochzeit, er ging in der Prinzenstraße noch in eine Bar. Was dann geschah, ist nach den Worten des Staatsanwalts Martin Glage durch Videoaufzeichnungen dokumentiert.

Die nun angeklagten Angehörigen der Familie O. seien in die Bar gestürmt. Mit einem Hammer, einem Beil, einem Hockeyschläger, einer Eisenstange und Fäusten hätten die Angreifer Hamid H. attackiert. Insgesamt etwa 130 Mal schlugen die mutmaßlichen Täter auf ihr Opfer ein, um es für die Beleidigungen abzustrafen, heißt es in der Anklage. Allein die 16-jährige Angeklagte soll 39 Mal auf Hamid H. eingeprügelt haben. Die Angeklagten hätten bei der Gewalttat den Tod des Mannes zumindest billigend in Kauf genommen.

Samir O. soll auf den Geschädigten vierzehnmal mit der Faust und der flachen Hand eingedroschen und zum Schluss noch mit einem Stuhl auf ihn eingeschlagen haben. Dabei soll der 29-Jährige eine halbautomatische Waffe in der Hand gehalten haben. Bei einem der Schläge betätigte er offenbar den Abzug. Der Schuss traf seine Schwester, die gerade die Bar betreten hatte, tödlich.


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