Berlins Verkehrssenatorin: „Wir möchten, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

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In einer Rede zur Zukunft der Mobilität in Berlin sagte die Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne): „Wir möchten, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“, stattdessen sollen die Menschen auf ÖPNV umsteigen oder mit dem Fahrrad ihre Alltagswege zurücklegen.

Wer ist denn das ominöse „wir“, hinter das sich die Verkehrssenatorin versteckt? Und welche Autofahrer sind gemeint, die ihr Auto abschaffen sollen? Die Älteren, Mütter mit ihren Kindern oder die nicht mehr so gut zu Fuß sind? Und was machen dann die Autolosen,   wenn mal wieder die BVG streikt, die von Nord nach Süd pendeln müssen z.B. zwecks Arzttermin und das auch in der kalten Jahreszeit, ganz zu schweigen vor der Gefahr einer Beglückung bei einer Bus- oder Bahnfahrt? Und die Verkehrssenatorin wird doch gewiss mit gutem Beispiel vorangehen und ihren Dienst- und Privatwagen abschaffen?

Es geht um die Bevormundung der Bürger, wie sie sich in der Zukunft fortzubewegen haben, eingeschränkt auf Rad-Bus-Bahnfahren oder per Fuß und damit ihre persönliche Freiheit aufgeben sollen, zu jeder Zeit mit ihrem Auto überall hinfahren zu können.

Tagesspiegel berichtet:

Berlin, eine Stadt ohne Autos? Langfristig will Regine Günther diesen Weg gehen. Die „autogerechte Stadt“ will sie abschaffen.

„Wir möchten, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“, sagte Günther am Mittwoch in einer Rede zur Zukunft der Mobilität in Berlin. Statt mit dem Auto sollten die Menschen künftig mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder in gemeinsam genutzten Fahrzeugen von Sharing-Anbietern ihre Alltagswege zurücklegen. „Je weniger Autos auf der Straße, desto mehr Platz für jene, die wirklich auf das Auto angewiesen sind“, sagte Günther weiter und bezog sich unter anderem auf Unternehmer, denen die aktuelle Lage auf den Straßen massiven wirtschaftlichen Schaden verursacht.

„Das alte Mobilitätskonzept der autogerechten Stadt stößt an seine Grenzen.“ Die momentan in der Stadt durch Fahrzeuge blockierten Flächen sollten für andere Zwecke wie den Wohnungsbau oder Grünflächen genutzt werden. Mehr Fahrzeuge vertrage Berlin nicht, sagte Günther weiter.

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