Berliner Polizei zählt 388 Clankriminelle

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Symbolbild

Laut Landeskriminalamt Berlin (LKA) gibt es derzeit 388 „Clankriminelle“ in der Hauptstadt, die im Jahr 2020 mehr als 1000 Straftaten begangen haben sollen. Das geht aus dem aktuellen „Lagebericht Clankriminalität 2020“ des LKA hervor, den die Senatsverwaltung für Inneres am Montag (15. März) veröffentlicht. Erstmals werden damit Zahlen zu mutmaßlichen Tätern und ihnen zugeordneten Straftaten publiziert. Der Lagebericht liegt dem rbb vor.

Das polizeiliche Lagebild bezieht sich ausschließlich auf Mitglieder aus Großfamilien „abgeschotteter arabischstämmiger Strukturen“. Mit rund 45 Prozent stellen deutsche Staatsbürger den größten Anteil unter diesen „Clankriminellen“, gefolgt von libanesischen Staatsbürgern (18 Prozent) und Personen mit ungeklärter Staatsbürgerschaft (16 Prozent).

Rund 95 Prozent der Clankriminellen sind Männer, die meisten (291) fallen als Mehrfach- oder Intensivtäter auf. Besonders häufig wurden Verkehrsstraftaten, Drogendelikte und Rohheitsdelikte wie Gewalttaten gezählt. Auch Ordnungswidrigkeiten fließen in das „Lagebild Clankriminalität“ ein.

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