Berliner Brennpunktschule: Rektorin wirft hin – „Meine Kräfte reichen nicht aus“

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Symbolbild

Die Spreewald-Grundschule in Berlin-Schöneberg gilt seit längerem als „Brennpunktschule“, rund 99 Prozent der Schüler haben einen Migrationshintergrund, ein Wachschutz sorgt für die Sicherheit, allein im Jahr 2017 wurden mehr als 30 gewalttätige Vorfälle gemeldet, Gewalt zwischen den Grundschülern, aber auch gegen Lehrer. Nun zieht Rektorin Doris Unzeitig die Reißleine, hat ihre Arbeitstelle gekündigt, kehrt nach Österreich zurück und beklagt die mangelnde Unterstützung durch die zuständigen Behörden.

Der Tagesspiegel berichtet:

„Meine Kräfte reichen nicht aus, um eine nachhaltige Änderung der Arbeitsbedingungen der Lehrer und der Lernbedingungen der Schüler zu bewirken“, sagte Unzeitig dem Tagesspiegel. Dem Vernehmen nach gibt es jetzt zusätzlich ein akutes Drogenproblem auf dem Schulgelände.

Keine Besserung der personellen Ausstattung in Sicht. Unzeitig berichtet, dass ihr Kollegium etwa zur Hälfte aus ungelernten Lehrern besteht. Damit ist die Lage mit der an der Neuköllner Sonnen-Grundschule vergleichbar. Da die Stellen jetzt selbst mit Quereinsteigern nicht besetzt werden konnten, hatte Unzeitig die Option, statt Lehrern Pädagogische Unterrichtshilfen einzustellen. Darauf wollte sie sich aber nicht einlassen: „Ich bin auf Experten angewiesen“, sagt sie. Die Schulaufsicht habe sich bemüht, ihr zu helfen, aber letztlich seien mehrere Stellen offen geblieben und ihr habe zudem ein Betreuer für die Quereinsteiger gefehlt. Weiterlesen


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