Berlin – Deutschlands herrliche Straftat-Hauptstadt

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Symbolbild

Was gibt es Schöneres als eine repräsentative und weltoffene Bundeshauptstadt? Und das ist gut so, fand schon Klaus Wowereit, und sein engagierter Nachfolger Müller macht genau da weiter, wo der andere versagt hat.

Man muß gar nicht das Milliardengrab Flughafen, das Kottbusser Tor und seine Eigentumsenteignungsbereicherung von Merkels Gästen, den größten Coffee-Shop Europas, den  Görlitzer Park erwähnen, um zu sehen, wie weltoffen und repräsentativ Berlin ist. Auch das Taschen- und Fahrraddiebstähle von der ortsansässigen Polizei nicht mehr bearbeitet werden, oder sie bei Notfällen erst 45 Minuten später kommt, muß nicht thematisiert werden, genauso wenig die Untergrundwelt um schwerstkriminelle Großfamilien oder die Streichung der Beihilfen für Winterunterkünfte einheimischer Obdachloser. Anarchie in der Rigaer Straße gehört auch inzwischen zum nicht erwähnenswerten Alltag genauso wie die neuste Schlagzeile: 4 Morde in einer Woche beschäftigen die Berliner Polizei. Täterherkünfte werden natürlich nicht genannt, da sie nichts mit dem Fall zu tun haben, lediglich von einem, mit Baseballschlägern totgeprügelten wird von einem Opfer aus dem Streit zweier rivalisierender Großfamilien gesprochen. Bestimmt hat es wieder zwischen Großfamilie Schmidt und Großfamilie Wagner gekracht. Es spielt ja auch keine Rolle mehr im blinden Mediendschungel Buntlands. Aber vier Tötungsdelikte in einer Woche, nur in Berlin? Wieviel ist es dann deutschlandweit?

Vier Morde in einer Woche, 2016 waren es nur in Berlin 92 Morde und Totschläge. Das sind pro Woche fast 2 auf das Jahr gerechnet. Im Jahr zuvor waren es sogar 112, nur in Berlin im ganzen Jahr sogar 568.860 Straftaten ( welche erfasst ) wurden. Man möchte gleich seine Tasche packen und ein Wochenende mit seiner Liebsten in dieser wunderbaren Stadt buchen, vielleicht schicke ich auch mal meine Tochter über das Wochenende dahin, weil alles so vielfältig, schön und sicher ist. Wir haben schließlich einen Bundesjustizminister, der seinen Job ernst nimmt.

In keiner überregionalen, vom Bundespresserat zensierten Tageszeitung bzw. bei den ferngelenkten sogenannten öffentlich (un)rechtlichen Fernsehsendern war dies eine Meldung wert und das obwohl unsere traumhaft, vielfältig und supertolerante Hauptstadt doch eigentlich im Interesse aller Bürger stehen sollte. Protestiert aber eine der heimatlichen Interessen und Kultur zugeneigte Bewegung friedlich vor dem Bundesjustizministerium, wird gleich deutschlandweit von der Erstürmung und Abriegelung des Ministeriums geschrieben, aber nicht wie Bundeszensurminister und Star aller roten Teppiche, Heiko Maas, den linken Schlägertrupps der spontanen Gegendemonstration Wasser bringt.

Was macht „unser“ Justizminister eigentlich beruflich? Er sollte doch die Justiz sowie Recht und Ordnung vertreten, wenn ich mich recht entsinne. Judikative, Legislative und Exekutive sind komplett unterbesetzt, kritische Stimmen werden mundtot gemacht oder man kriegt gar nichts mit, weil man lieber vor Facebook sitzt oder sich mit der Liebsten auf dem roten Teppich ablichten lässt. Stattdessen macht ein Minister, welcher zumindest mal in seinem Studium den Satz „im Zweifel für den Angeklagten“ gehört haben soll, wenn schon nicht im Berufsleben, alles was seiner persönlicher Gesinnung zuträglich ist und missbraucht dafür auch noch sein Amt, vertritt aber in keiner Weise die öffentliche Sicherheit für die er angestellt ist. Ich fühle mich glatt an Ernst Böhm erinnert, der hat es ähnlich gemacht.

Wichtig ist, dass niemand mehr böse Sachen im Internet schreibt, da wird  der starke Heiko schnell aktiv, am Besten in Zusammenarbeit mit der von ihm gestützten Antonio Amadeus Stiftung. Schließlich muß verhindert werden, dass sich Bürger nicht den rechten Schuh vor dem Linken zubinden, da man sonst gleich Faschist ist und öffentlich denunziert wird.

Beleidigungen im Internet sind also für den ortsansässigen Justizminister wichtiger als knapp 570.000 Straftaten im Jahr allein in seiner Regierungs(haupt)stadt. Allein 92 Morde, das muß man sich mal vorstellen. Aber sicher hat wieder jemand vor seiner Fahrschulprüfung rechts vor links auf Facebook gepostet und muß sofort denunziert, kontrolliert und am besten noch von linken Lebensversagern schikaniert werden.

Und sowas soll unser weltoffenes, kunterbuntes und tolerantes Buntland darstellen? Aber es ist wieder Sommersaison im Mittelmeer, die Flüchtlingsboote sind wichtiger, Trumps Spielereien mit Russland, Erdogans prügelnde Leibwächter, eine lesbische AfD-„Nazischlampe“, der letzte Bundesligaspieltag. Alles ist gut genug, um von den wahren Problemen und sei es nur um wieder einmal vom eigenen Versagen abzulenken, was sind schon 570.000 Straftaten in einem Jahr oder über 200 Tote in 2 Jahren allein in einer Stadt?

In einer Beurteilung würde stehen: Er war stets bemüht, im Rahmen seiner Möglichkeiten, sein Bestes zu geben!

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