Behördenversagen bei Ukraine-Flüchtlingen: Erste Helfer ziehen die Reißleine

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Symbolbild – Flüchtlinge aus der Ukraine

Nur zwei, drei Wochen sollte sie bleiben. Dann hätte die Flüchtlingsfamilie aus der Ukraine in eine Unterkunft der Behörden ziehen sollen. Zumindest dachten das Irene und Paul Rottenwallner aus Unterhaching. Das Rentnerpaar hat eine siebenköpfige Familie bei sich Zuhause aufgenommen – als Notlösung, damit die fünf Kinder und Eltern nicht in einer Massenunterkunft leben müssen. Das war vor sieben Wochen. Seitdem hängt der Haussegen schief.

Das alte Haus sei extrem hellhörig. Die Stockwerke trennen nur dünne, selbsteingezogene Böden, sagt Paul Rottenwallner, 80. Ein weiteres Problem für die ehemaligen Lehrer ist die unterschiedliche Vorstellung des Zusammenlebens und der Sauberkeit. „Wir haben uns das ganz anders vorgestellt“, sagt Irene Rottenwallner.

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Politikstube: Nach der Welle der Hilfsbereitschaft folgt wohl für den einen oder anderen das böse Erwachen im Zusammenleben mit ukrainischen Kriegsflüchtlingen? Im Rausch des Willkommens hier schreien und aufnehmen, aber wenn die Realität einsetzt, dann rumjammern und schnell die Gäste wieder loswerden wollen. Wie ist die Bezeichnung noch mal für diesen Menschenschlag?

Und in Bezug auf deutsche Behörden hätte ein Blick nach Ahrtal gereicht und man hätte vielleicht gewusst, bis der Amtsschimmel sich in Bewegung setzt, kann viel bis unendliche Zeit vergehen. Warum sollte sich diese „unübertreffliche Regsamkeit“ schlagartig im Jahr 2022 ändern?

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