Bayerische Provinz tickt anders? Nach heftigen Protesten: Moslem zieht Bürgermeisterkandidatur für CSU zurück

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Die Basis des CSU-Ortsverbandes Wallerstein scheint noch nicht soweit zu sein, um einen muslimischen Bürgermeisterkandidaten bei der bayerischen Kommunalwahl zu akzeptieren und antreten zu lassen. Nach heftigen Protesten aus dem Ortsverband zog der muslimische Unternehmer seine Bewerbung zurück.

Warum wollten die Ortsvorsitzenden, dass gerade ein muslimischer Unternehmer als Bürgermeisterkandidat antreten soll? Und warum wollte der muslimische und parteilose Unternehmer sich für das Amt aufstellen lassen und erst dann in die CSU eintreten, wenn seine Kandidatur offiziell bestätigt ist?  Werden in der Provinz das „C“ und der Glaube noch ernst genommen oder geht es eher um Macht und Einfluss, das betrifft sowohl den muslimischen Unternehmer sowie die CSU?

Welt.de berichtet:

Vor den bayerischen Kommunalwahlen am 15. März ist der CSU-Ortsvorstand im schwäbischen Wallerstein mit dem Vorschlag eines muslimischen deutschen Unternehmers als CSU-Bürgermeisterkandidat an der eigenen Basis gescheitert. Nach heftigen Protesten aus dem CSU-Ortsverband zog der 44-jährige Sener Sahin seine Bewerbung zurück, wie er am Samstag auf Anfrage bestätigte. Zuvor hatte die „Augsburger Allgemeine“ darüber berichtet.

Sahin sei im vergangenen Jahr gefragt worden, ob er für die CSU antreten wolle, sagte der Ortsvorsitzende Georg Kling. Er hätte am nächsten Donnerstag in Wallerstein (Landkreis Donau-Ries) von der CSU nominiert werden sollen. Doch seit Bekanntgabe des Vorschlags im Dezember habe es in Teilen des Ortsverbandes scharfen Widerstand gegeben. „Wir sind auf dem Dorf und wir sind noch nicht so weit“, sagte Kling schwer enttäuscht. Mehr Informationen auf Welt.de

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