Bautzen: Buhrufe gegen Gauck – „Gauck verschwinde“

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M6518Bundespräsident Joachim Gauck ist am Rande eines Besuchs im sächsischen Bautzen beschimpft worden. Auf einem kurzen Fußweg durch die Altstadt wurde er am Freitag von rund einem Dutzend Bürger mit „Gauck soll raus“- und „Gauck verschwinde“-Rufen empfangen. Auch Trillerpfeifen waren zu hören. Ein Demonstrant zeigte dem Bundespräsidenten den Mittelfinger, berichtet Welt Online.

Buh und Schmährufe dieser Art, muss ein Politiker aushalten können. Es liegt im Wesen der Demokratie, dass nicht alle Hurra rufen. Zartbesaitet darf ein Politiker nicht sein, auch nicht der Bundespräsident. Er muss es aushalten können, dass ihn auch einmal eine wütende Menschenmenge mit Protestgeheul begrüßt. Inwieweit dabei schlechter Stil oder gar Beleidigungen akzeptiert werden können, bemisst sich an den geltenden Gesetzen und letztlich auch am Toleranzspektrum des betroffenen Politikers.

Die Menschen sehen Gauck einfach nicht als ihren Vertreter an, und vielleicht sollte er seine Worte auch etwas sorgfältig wählen – Dunkeldeutschland ist auch nicht so fein und so schnell vergisst der Bürger auch nicht. Zudem hat Gauck die Menschen, die gegen ungezügelte Einwanderung auf die Straße gehen, auch schon mit unfeinen Worten bedacht. Also wer austeilt, sollte auch einstecken können. „Gauck soll raus“ oder „Gauck verschwinde“ ist doch sicherlich erlaubt als freie Meinungsäußerung, oder?

Damals ging ein Ruck durch Deutschland, dass Herr Gauck beliebig auch „Spinner“ sagen dürfe. Ihm folgte dann Sigmar Gabriel mit dem Wort „Pack“, und so macht es reihum Schule. Auf Rechte bestehen, anstatt sich der eigenen Vorbildfunktion bewusst zu sein, kommt nicht gut an. Sicher ist, dass das Volk durchaus gesprächsbereit ist, aber die Politik lässt sich nur in ihrer Ansagerrolle ein und wirkt damit herablassend. Es findet kein wirklicher Meinungsaustausch statt, sondern nur ein Meinungszusammenprall, der sowohl Politiker wie auch das Volk wütend macht. Wer muss hierbei nachgeben? Es sollten die Politiker sein, denn es geht um deren Politik, mit die sie keine Volkszufriedenheit erschaffen. So scheinen es auch die Menschen in Bautzen und in Sachsen-Anhalt zu empfinden. Man nimmt sie nicht ernst. Proteste, Bittbriefe, egal was, alles prallt an der Merkel-Politik ab, sie überflutet Deutschen mit einer Masseneinwanderung, die sie als „Asyl“ vorgaukelt.

Seit Monaten hört man nichts als Durchhalteparolen. Wir schaffen das. Völlig inhaltsleere Phrasen. Am Ende ist immer der Russe schuld. Es ist ermüdend, desillusionierend. Die Bürger fallen nicht auf das Gequatsche rein, die wollen Taten sehen. Die sind der Lügen überdrüssig. Anders als die Politiker, leben die Menschen in der Realität.

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