Bassam Tibi: Ich weigere mich, zu schweigen

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Es lebe die Meinungsfreiheit als eines der wichtigsten Grundrechte? Oder opfert man die Grundrechte zugunsten eines fast schon Einheits-Meinungs-Terrors der Politik, Medien und Gutmenschen,  jenseits von Gesetzen und jenseits der fast störenden Meinungen anderer? Eine Wüste ohne Meinungsfreiheit, gegen alle, die nicht absolut konform „dafür“ sind, hinreichend sozial, links und grün? Meinungen, stellvertretend für sehr viele Menschen von Herrn Bassam Tibi geäußert wie im Interview mit Die Welt.de, werden sich durch das Unterdrücken nicht ändern, sondern eher manifestieren. Nicht anders zu erwarten die heftigen Reaktionen auf das Interview von der Politik und Presse, der Höhepunkt dieser Angriffe war eine Aktion aller Parteien der Stadt Göttingen mit dem grünen Politiker Jürgen Trittin an der Spitze. Mittlerweile hat auch „Die Welt“ die Zusammenarbeit mit Bassam Tibi beendet. Nun reagiert Bassam Tibi mit einem Artikel auf bazonline.ch und beklagt sich über die Unterdrückung seines Grundrechtes auf Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit, die das deutsche Grundgesetz garantiert.

[…] Es gab zwei entgegengesetzte Reaktionen auf das Interview, eine aus der Bevölkerung und die andere aus Medien und Politik. Zum einen wurde mein E-Mail-Account von Hunderten Mails überflutet, worin die Bevölkerung Dank dafür zum Ausdruck brachte, dass ich offen das sage, was normalen Deutschen verboten ist, laut zu sagen. Im Gegensatz zu dieser Zustimmung erfolgte eine konzertierte Aktion von Presse und Politik mit heftigen Attacken gegen mich. Der Höhepunkt dieser Angriffe war eine Aktion aller Parteien der Stadt Göttingen mit dem grünen Politiker Jürgen Trittin an der Spitze. Das Göttinger Tageblatt hat diese am 7. Juli veröffentlicht.

Trittin beleidigt mich und exkommuniziert mich «aus der Wertegemeinschaft des Grundgesetzes». Hiergegen wollte ich mich wehren und schrieb einen Artikel über die Beschneidung meiner Meinungsfreiheit für Die Welt. Doch hat diese Zeitung, die am 4. Juli mit dem zitierten Interview die Tür öffnete, diese wieder geschlossen mit dem beleidigenden Vermerk, mein Artikel sei «ein Dokument der Larmoyanz und Selbstbezüglichkeit», und die Zusammenarbeit beendet. Es bleibt mir nur die Möglichkeit, wie einst meine jüdischen Lehrer Adorno und Horkheimer in die Schweiz zu flüchten und die Verteidigung der Meinungsfreiheit vorzunehmen. Deutsche Zeitungen lehnen es ab, meine Gedanken zu veröffentlichen, weil sie in die Kategorie «unbequeme Gedanken» (Theodor W. Adorno) eingeordnet werden. Davon werde ich niemals ablassen. […] Weiterlesen

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