Bartsch (UNHCR): Rückführung von Bootsflüchtlingen nach Libyen beenden

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Symbolbild

Der Leiter des UNHCR in Deutschland, Dominik Bartsch, fordert, dass die von der EU unterstützte libysche Küstenwache die Rückführungen von Bootsflüchtlingen vom Mittelmeer nach Libyen beendet. Niemand sollte nach Libyen zurückgebracht werden, den Schutzsuchenden drohe häufig willkürliche, unbeschränkte Inhaftierung mit Folter, Lösegelderpressung und Vergewaltigung.

Also die Rückführung nach der „Seenotrettung“ an den gefährlichen Ausgangspunkt des Transitlandes, an denen sich die Personen in Kenntnis der Gefahrenlagen sich freiwillig begaben, soll unbedingt verhindert werden und die Überfahrt per Shuttle-Service ist natürlich die einzige Alternative. Der Leiter des UNHCR in Deutschland könnte auch die sichere Rückführung in die Herkunftsländer fordern, damit das Leid in den Haftlagern ein Ende findet und die gefährliche Mittelüberfahrt in Gummibooten erst gar nicht stattfindet.

[…] „Die Sicherheitssituation in Libyen bleibt extrem instabil. Wir hoffen, dass die Berliner Libyen-Konferenz einem Frieden in dem Land einen Schritt näherkommt“, sagte der Leiter des UNHCR in Deutschland, Dominik Bartsch, WELT AM SONNTAG.

Bartsch forderte, dass die von der EU unterstützte libysche Küstenwache die Rückführungen von Bootsflüchtlingen vom Mittelmeer nach Libyen beendet: „Jene, die dem Grauen entkommen wollen, werden häufig abgefangen und wieder an Land gebracht – knapp 1000 waren es bereits in diesem noch jungen Jahr. Niemand sollte nach Libyen zurückgebracht werden, denn danach folgt für die Schutzsuchenden häufig willkürliche, unbeschränkte Inhaftierung mit Folter, Lösegelderpressung und Vergewaltigung.“ […] Quelle: Welt.de


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