BAMF-Chef Weise: „Flüchtlinge“ sind eine Belastung für den Arbeitsmarkt

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Es geht Hü und Hott mit den Aussagen, mal ist es gut, am nächsten Tag ist es schlecht, dann herrscht wieder Fachkräftemangel, ein paar Stunden später sind mehrheitlich nur Analphabeten gekommen. Unglaublich, wie viele „Experten“ Deutschland aufzuweisen hat, einer von ihnen ist BAMF-Chef Frank-Jürgen Weise.

[…] Bei einem Kongress in Berlin haben Politik, Verwaltung und Praktiker am Mittwoch über die Auswirkungen der Zuwanderung diskutiert. Frank-Jürgen Weise, seit dem vergangenen Jahr Leiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), warnte mit deutlichen Worten vor Illusionen. Die Flüchtlinge seien „nicht die Lösung für unser demografisches Problem“, sagte er. Sie seien sogar eine „Belastung für den Arbeitsmarkt“.

Zugleich warnte er aber auch vor Bildern einer „Überflutung“ und äußerte sich optimistisch, die Zuwanderung durch Flüchtlinge gut organisieren zu können. Anhand der Schutzquote der vergangenen drei Jahre könne man damit rechnen, dass rund 660.000 Bleibeberechtigte in Deutschland leben. „Das ist alles andere als eine Überflutung“, sagte Weise.

Zehn bis 15 Prozent der Bleibeberechtigten seien gut qualifiziert. Sie allein lösten die Probleme auf dem Arbeitsmarkt aber nicht. „Wir brauchen sogar noch zusätzliche Zuwanderung“, sagte er und ergänzte, das sei derzeit schwer vermittelbar. […] Quelle: Welt Online vom 16.03.2016

Weil nur ganze 10-15% – jedenfalls laut Herrn Weise  – der „Flüchtlinge“ genügend für den Arbeitsmarkt qualifiziert sind, schlägt er nochmals verstärkte Zuwanderung vor, quasi: viel hilft viel. Wenn man also lange genug Zuwanderung praktiziert, dann kommt man – meint Herr Weise – irgendwann (bei konstant angenommenen 10-15%) auch absolut auf das vermeintlich notwendige Volumen an zusätzlichen Arbeitskräften/Beitragszahlern. Denn: selbst gesetzt den Fall, die erforderlichen Arbeitsplätze stünden überhaupt zur Verfügung und die Qualifikation sei tatsächlich hinreichend, stellt sich folgendes Problem: die dadurch ebenso zuwandernden 85-90% Nicht-Qualifizierten (lt. Herrn Weise) wollen auch sozial alimentiert sein, und dies über alles bisher gekannte Maß (aufgrund ihrer Menge) und vermutlich auf Jahre hinaus. Es würden also nochmals mehr Beitragszahler notwendig werden, um die zusätzlichen Sozialkosten aus Zuwanderung decken zu können. Ein Teufelskreis. Man kann es drehen und wenden wie man will.

Jeder hat es längst kapiert, selbst ehemalige ideologische Scheuklappenträger wie Frau Nahles mit ihren berühmten 10 %. Das Problem allerdings ist nach wie vor: wie lockt man Hochqualifizierte an? Ganz bestimmt nicht mit den Bildern von der Domplatte an Silvester. Denn das ist momentan das Bild Deutschlands im Ausland: keine sichere Gegend! Wie anziehend ist sowas für Zuwanderer aus Ländern, die nicht unbedingt islamisch geprägt sind, aber dafür Hochqualifizierte zu bieten hätten? Auch stellt sich die Frage, ob Hochqualifizierte überhaupt Lust haben in ein Land zu kommen, wo erhöhte Steuer- und Abgabenbelastung herrscht?

Deutschland hat für gut ausgebildete Fachkräfte den Charme längst eingebüßt, es kommen eh ganz wenige, das hat die Politik bereits erkannt, siehe Blue-Card. Nur für diejenigen, die ein besseres Leben (Sozialtransfer) erhoffen, ist Deutschland wie das Licht für eine Motte.

Explizit konnte aber noch keiner der „Experten“ genau erklären, in welchen Bereichen ein Fachkräftemangel herrscht, falls es ihn geben sollte. Wieso sollten bei offiziell ca. 3 Mio. Arbeitslosen, inoffiziell mögen es je nach Zählweise auch doppelt so viele oder mehr sein, Zuwanderer notwendig sein? Allein durch die Digitalisierung werden zukünftig viel weniger Facharbeiter in Deutschland benötigt. Zudem ermöglicht Teleworking den Zugriff auf Facharbeiter aus der ganzen Welt. Ein Inder muss heute nicht mehr unbedingt nach Deutschland kommen, um für ein Unternehmen zu arbeiten. Und die Automobilindustrie produziert ihre Autos zunehmend direkt in den Absatzmärkten inklusive Zulieferindustrie.

Zur Erinnerung – Herr Weise noch Ende Oktober: „Das ist eine gute Bereicherung unserer Arbeitswelt und unserer Gesellschaft, dass da nicht überall ältere graue Herren durch die Gegend laufen und langsam mit dem Auto auf der Autobahn rumfahren, sondern das wird eine lebendige Gesellschaft.“

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