Ausgesetzte Abschiebungen verschärfen Platznot in Unterkünften

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Symbolbild

Weil abgelehnte Asylbewerber aus der Republik Moldau mit Beginn des Ukrainekriegs nicht mehr abgeschoben wurden, hat sich die Platznot in Asylbewerber- und Flüchtlingsunterkünften verschärft.

Besonders betroffen ist Berlin. Hier haben zwischen Januar und Ende Juni 2022 1853 Moldauer einen Asylantrag gestellt. Bundesweit wurden 2841 Asylanträge von Moldauerinnen und Moldauern verzeichnet. Sie erhalten fast nie Asyl- oder Flüchtlingsschutz in Deutschland, aber ihre Abschiebung wurde im Frühjahr unter anderem wegen des damals geschlossenen Luftraums über Moldau ausgesetzt.

Die Aussetzung der Abschiebung von moldauischen Staatsangehörigen »sei Teil des Komplexes Kapazitäten«, so ein Sprecher des Berliner Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF). Menschen aus Moldau sind derzeit in Berlin mit Abstand die größte Herkunftsgruppe unter den Asylsuchenden. Nach Behördenangaben sind aktuell rund 2700 Migranten aus Moldau in den Berliner Unterkünften untergebracht.

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Politikstube: Die wären wohl gar nicht erst gekommen, wenn es keine üppigen Sozialleistungen nebst Unterkunft und medizinischer Versorgung gäbe, und die würden wahrscheinlich auch wieder von alleine nach Hause gehen, wenn man die Rundumversorgung für die illegal Eingereisten und nicht Asylberechtigten einstellt.

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