Aus dem Kirchensteuersäckel? Kardinal Marx spendet 50.000 Euro für „Seenotrettungsschiff“

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Kardinal Reinhard Marx zeigt sich wieder gönnerhaft und hat 50.000 Euro für das geplante „Seenotrettungsschiff“ des Bündnisses „United 4 Rescue“ aus Mitteln des Erzbistums, die dem Kardinal aus dem Haushalt zur Verfügung stünden, gespendet, also nicht aus der privaten Schatulle.

Der Kirchenfürst gesellt sich zu den mehr als 150 Organisationen, die finanzielle Mittel für den geplanten Migrantenkutter bereitstellen, um möglichst bald vor der libyschen Küste nach „Schiffbrüchigen“ Ausschau zu halten und diese aus „Seenot“ aufzusammeln, um dann die „Geretteten“ in Europa abzuladen und den europäischen Gesellschaften aufzuladen, und gleichermaßen zuzumuten, die Kosten zu tragen und die Probleme zu ertragen.

Tagesspiegel berichtet:

Der Münchner Erzbischof, Kardinal Reinhard Marx, hat 50.000 Euro für das geplante Seenotrettungsschiff des Bündnisses „United 4 Rescue“ gespendet. Das bestätigte das Erzbistum München und Freising am Dienstag auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd). Das Geld stamme aus Mitteln des Erzbistums, die dem Kardinal aus dem Haushalt zur Verfügung stünden, sagte ein Sprecher. „United 4 Rescue“ bestätigte den Eingang der Spende.

Das Bündnis will ein Schiff für die Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer anschaffen. Dafür werde rund eine Million Euro benötigt, hieß es. Das Schiff soll der Seenotrettungsorganisation „Sea-Watch“ zur Verfügung gestellt werden.

Einige Landeskirchen haben auch bereits für das Schiff gespendet. Die Evangelisch-reformierte Kirche stellte 15.000 Euro für das Seenotrettungsschiff zur Verfügung, die oldenburgische Kirche gab 20.000 Euro. Die Evangelische Kirche im Rheinland unterstützt das geplante Rettungsschiff mit 100.000 Euro.

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