Auf Tafel angewiesen: Deutsche schämen sich ihrer Not durch die Mega-Inflation

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Symbolbild

Die steigende Lebensmittelpreise stellen immer mehr Haushalte vor finanzielle Notlagen. Die Tafeln werden zu wichtigen Anlaufpunkten für tausende Menschen. Doch viele schämen sich davor, diese Not öffentlich einzugestehen.

Rund anderthalb Stunden müssen sich Tafelkunden in Bremerhaven derzeit gedulden, bis sie ihre Einkaufstaschen mit den gespendeten Lebensmitteln füllen dürfen. Steigende Lebensmittelpreise und finanzielle Engpässe bei vielen Menschen bescheren der Einrichtung einen ungeahnten Zulauf.

Zum ersten Mal reiht sich an diesem Tag Ende Mai auch Daniel ein. „Ein bisschen peinlich ist mir das schon“, sagt er. Um dieses Schamgefühl zu überwinden, begleitet ihn ein Freund. Und weil er sich schämt, will er auch seinen vollen Namen nicht nennen und auf keinen Fall fotografiert werden. Seine Cousins seien hier bereits mehrfach gewesen und nun steht er selbst als Kunde an. Es geht nicht anders, sagt Daniel: „Die Preise sind katastrophal geworden.“

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