„Asylanten“ und „Neger“ – Empörung über rassistische Büttenrede

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In der Karnevalszeit zielen so manche Witze unter die Gürtellinie. Nun hat eine Büttenrede auf der Prunksitzung des Narrenbundes in Süplingen bei Haldensleben gemäß der politischen Korrektheit die närrische Meinungsfreiheit überschritten. Für Berufsempörte kommt das wie gerufen, allzu bereitwillig wird Rassismus beklagt, die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt fordert sogar strafrechtliche Konsequenzen. Die Empörungswelle löste zwei böse Wörter aus: „Asylant“ und „Neger“. Hätte der Büttenredner die Begriffe wie Köterrasse, Nazis benutzt oder gar gegen die AfD gehetzt, dann ginge dies mit der Meinungshoheit konform und der Aufschrei bliebe aus.

[…] Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, war in der Rede auf der Prunksitzung des Narrenbundes in Süplingen am Samstag in rassistischer Manier von „Negern“ und „Asylanten“ die Rede, wie die Magdeburger „Volksstimme“ berichtet. Die Zeitung veröffentlichte Auszüge aus der Büttenrede.

Ein großer Teil des Publikums habe mit Applaus reagiert, lediglich leises Raunen habe sich teilweise darunter gemischt. Der Vizepräsident des Süplinger Narrenbundes habe in der Büttenrede anschließend keine problematischen Passagen erkennen wollen. Der Vereinspräsident finde zwar nicht alle Passagen der Rede richtig, habe jedoch auch kein Problem damit, wenn jemand „Neger“ sage.

Die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, Eva von Angern, forderte nun strafrechtliche Konsequenzen für die Büttenrede. „Dagegen muss hart vorgegangen werden, das ist auch strafrechtlich relevant“. […] Mehr Informationen auf rnd.de


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