Alice Weidel: Nein zur Bargeldabschaffung durch die Hintertür!

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Bargeld ade? Die Europäische Zentralbank prüft derzeit die Entwicklung eines digitalen Euros. Man begründet dies damit, dass die Verbraucher während Corona – aufgefordert durch die jeweiligen Unternehmen – überwiegend mit Karte oder Handy bezahlen und glaubt daraus einen Vertrauenszugewinn erkennen zu können. Technisch würde ein digitaler Euro dem Bitcoin ähneln. Aber im Gegensatz zu der Kryptowährung stünde er unter Aufsicht der EZB – einhergehend mit besseren Steuerungsmöglichkeiten.

Hier geht es nicht nur um mehr Kontrolle, sondern die Zentralbank möchte die Wirksamkeit ihrer fehlkonstruierten Geldpolitik erhalten. Diese sieht sie nämlich nicht etwa aufgrund eigener Unfähigkeit infrage gestellt, sondern weil sich zunehmend Krypto-Currencys wie Bitcoin oder Libra als Alternativwährungen vorbei an der Notenbank etablieren. Für die Bürger ist ein digitaler Euro kaum interessant, denn neben dem Bargeld ist das Bezahlen mit Girokarte oder Handy längst fester Bestandteil des Zahlungsverkehrs.

Wenn die EZB den Digi-Euro als besonders sicher und komfortabel bezeichnet, müssen wir zwangsläufig hellhörig werden: Faktisch steht uns ein neuerlicher Angriff auf das Bargeld bevor. Im Fall eines Crashs des Zahlungsverkehrssystem würde das tägliche Leben mit all seinen Alltagstransaktionen blitzartig zum Erliegen kommen. Auch Minuszinsen oder eine Corona-Abgabe könnten einfach erhoben werden. Die Abschaffung von Scheinen und Münzen bringt den gläsernen, gängelbaren Bürger hervor, der auf Gnaden der EZB Finanzgeschäfte erledigen darf. Unsere Freiheit steht erneut auf dem Spiel. Daher ein klares Nein für den digitalen Euro und den Versuch der EZB, noch mehr Kontrolle an sich zu reißen!

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