Aktion in Berliner S/U-Bahn: „Ich suche Covid-19 Fälle jeder Art“

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Billy Six: Während es in Italien langsam heftig zur Sache geht, glaubt der Widerstand in Deutschland immer noch, er könne die in irrationaler Angst erstarrten Menschen mit Argumenten überzeugen. Eine „Extinction Rebellion“ der Querdenker gibt es bis heute nicht. Nun gut. Angesichts der massiven Zensur auf YouTube wird jetzt die analoge Welt stärker zu meinem Medium . . . so wie es in Zeiten der letzten Weltwirtschaftskrise um 1930 der Verzweifelte auf der bekannten Schwarz-Weiß-Ablichtung „Suche Arbeit jeder Art“ tat.

Und obwohl die meisten Menschen nun so taten, als würden sie mich nicht sehen, zeigten ein paar immer wieder mal schnell und verschmitzt ihre Zustimmung. Sogar Kontrolleure ließen mich gewähren. Aber nur wenige Personen nutzten die Chance für ein Gespräch – jene, die ebenfalls zweifeln, aber nicht wissen, was sie tun könnten. Es gab bisher nur eine aggressive Situation, als ein Mutter-Tochter-Gespann völlig ausflippte: Es wäre „so schrecklich“, wie ich mich über „all die Toten“ lustig machen könne … mein Verhalten sei „asozial“. Ich sollte doch mal bitte die Nachrichten schauen, um zu sehen, was los sei. Eine andere Frau ging schließlich dazwischen: „Jetzt kriegt Euch mal alle wieder ein!“ … beide Furien – und der stille Sohn – verlassen den „gefährlichen Bereich“, die süße Maus zeigt mir noch ihren Stinkefinger.

Aber es bleibt dabei: Nachdem ich bisher in keinem einzigen Krankenhaus ein epidemiologisches Geschehen feststellen konnte, bitte ich einfach jeden, der mal wirklich Covid19 hatte, sich bei mir zu melden. 28.000 davon soll es ja offiziell allein in Berlin geben – aber noch kenne ich keinen davon.

D a n k e .

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