Afghanen/Pakistaner (16-18) statt Waisenkinder: Tschechien lehnt verärgert Migranten-Aufnahme aus griechischen Lagern ab

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Tschechiens Innenminister Jan Hamáček

Im Dezember 2019 forderte Grünen-Chef Robert Habeck, dass Deutschland als erstes die Kinder aus den überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln rausholt und aufnimmt. Mit Blick auf die Erfahrungen der Vergangenheit ist damit zu rechnen, dass ein nicht unerheblicher Anteil aus jungen Männern besteht und nur bei sehr wenigen es sich um Kinder handelt.

Wie kurzsichtig Habecks Vorstoß ist, zeigt das Beispiel Tschechien, das Land signalisierte seine Aufnahmebereitschaft für 50 syrische Waisenkinder aus griechischen Lagern, aber Kinder sind nicht verfügbar, sodass Griechenland meinte, Tschechien könne doch 16-18jährige Afghanen und Pakistaner nehmen.

[…] Vergangenen September forderte Griechenland die EU-Innenminister dringend auf, unbegleitete Minderjährige aus griechischen Flüchtlingszentren aufzunehmen. Tschechien war bereit, seinen Beitrag zu leisten: 50 syrische Waisenkinder sollten in tschechische Familien kommen, die bereits ihr Einverständnis gegeben hatten. Kinder seien aber nicht „verfügbar“, hieß es aus Griechenland. Diese werden alle in Integrationsprogrammen betreut. Statt dessen könne Tschechien doch 16-18jährige Afghanen und Pakistaner nehmen. Diese können aber nicht in Familien untergebracht werden, sondern benötigen spezielle Betreuungseinrichtungen, war die Vorgabe. […] Mehr Informationen auf wochenblick.at

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