Abschiebegefängnis in Büren: Helfer prangert unwürdige Bedingungen an

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Symbolbild

Ein ehrenamtlicher Helfer prangert die Bedingungen im Abschiebegefängnis in Büren (bei Paderborn) an, die seien unwürdig und er befürchtet sogar eine Verschlimmerung. Die angeblich inhumanen Zustände können die illegal Eingereisten, abgelehnten Asylbewerber und Straftäter schnellstens selbst beenden, indem sie die Heimreise antreten bzw. sich freiwillig ins Abschiebeflugzeug setzen. Außerdem ist ein Abschiebegefängnis nun mal kein Wohlfühlort wie ein Vier-Sterne-Hotel, und wenn man ehrlich ist, sind die hiesigen Haftbedingungen allemal besser als in der Heimat.

Focus Online vom 4.2.2019:

In Büren bei Paderborn steht Deutschlands größtes Abschiebegefängnis, rund 140 abgelehnte Asylbewerber sitzen dort in Haft. Frank Gockel ist seit 25 Jahren jede Woche in dem Abschiebegefängnis vor Ort, bietet mit anderen Freiwilligen den Gefangenen Beratung an. Nun fürchtet er, dass sich die Lage dort weiter zuspitzen könnte, weil die Helfer in ihrer Arbeit immer weiter eingeschränkt und die Bedingungen für die Häftlinge „immer schlimmer“ würden.
„Die Anstaltsleitung hat uns in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass unsere Besuchszeiten massiv eingeschränkt werden“, so Gockel. Die Ehrenamtlichen könnten nicht mehr spontan frei entscheiden, mit wem sie sprechen. Statt wie bislang bis 22 Uhr dürfen die Helfer nur noch bis 19 Uhr mit den Gefangenen Kontakt haben. „Durch ein Geflecht von fragwürdigen Bedingungen wird der ehrenamtliche Einsatz für die Inhaftierten klein gehalten“, kritisiert Gockel. Weiterlesen auf Focus Online
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