Abgeschobener Miri-Clan-Chef wieder in Bremen und stellt Asylantrag

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Im Juli 2019 wurde einer der führenden Köpfe des Miri-Clans in Bremen in den Libanon abgeschoben, bei offenen Binnengrenzen und laissez-fairen EU-Außengrenzschutz war es nur eine Frage der Zeit, wann der Clan-Boss sich wieder in Deutschland einschleicht. Nach vier Monaten Abwesenheit tauchte der vorbestrafte Ibrahim Miri wieder in Bremen auf, frech wie Oskar fuhr er in Begleitung seines Anwaltes zum BAMF, um einen Asylantrag zustellen, allerdings klickten danach die Handschellen und der vermeintliche „Schutzsuchende“ befindet sich derzeit in Haft.

BILD berichtet:

Nach seiner Abschiebung in den Libanon ist Ibrahim Miri (46), der Chef des mächtigen Miri-Clans, wieder in Bremen. Das Bremer Innenressort bestätigt am Mittwoch: Es besteht ein Einreise- und Aufenthaltsverbot. Die Einreise erfolgte daher offensichtlich auf illegalem Wege, entsprechende strafrechtliche Ermittlungen wurden eingeleitet“, sagte Sprecherin Karen Stroink.

Um einen Asylantrag zu stellen, war Ibrahim Miri am Mittwoch zusammen mit seinem Anwalt zur Bremer Außenstelle des BAMF in Bremen-Nord gekommen. Dem Bericht von Radio  Bremen zufolge sagte dessen Anwalt, sein Mandant werde im Libanon von schiitischen Milizen mit dem Tod bedroht. Zudem wolle er juristisch gegen die Abschiebung vorgehen. Beim Verlassen des BAMF wurde Ibrahim M. offenbar von der Polizei festgenommen.

Das Bremer Innenressort teilte mit, dass illegale Einreise mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet wird. Der Innensenator werde beim Amtsgericht Abschiebungshaft beantragen.

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